Sicherheits-Tipps

So wählen Sie die richtigen Sicherheitsmassnahmen für Ihr Zuhause und Gewerbe.

1. Mechanischer Einbruchschutz

Ein wirksamer Schutz von Objekten lässt sich nur durch eine gleichwertige Sicherung aller möglichen Zugänge realisieren – sowohl im Erdgeschoss als auch in den oberen Etagen. Dabei sind sowohl die Hauseingangstür als auch sämtliche Terrassentüren, Kellertüren, Fenster, Balkonfenster, Kellerfenster sowie Lichtschächte zu berücksichtigen.

Erdgeschosswohnungen sind genauso zu sichern wie Einfamilienhäuser. Bei Wohnungen oberhalb vom Erdgeschoss ist vor allem die Haupteingangstür zu sichern.

Einbruchschutz mit SmartHome

1.1. Türen

Die Türabsicherung darf sich grundsätzlich nicht nur auf bestimmte Bereiche, etwa nur auf das Schloss oder den Schliesszylinder beschränken.

Einsteckschloss

Für Türschlösser empfehlen sich Einsteck- oder Zylinderschlösser mit Mehrpunktverriegelung und je nach Bedarf weitere Zusatzschlossvarianten.

Schliesszylinder mit Sicherungskarte

Schliesszylinder sind ein wichtiger Baustein der Türabsicherung, können jedoch nur in der Systemeinheit Schloss, Schliesszylinder, Schutzbeschlag und Schliessblech Sicherheit bieten. Wichtig ist, dass der Riegel eines Zylinder- oder Einsteckschlosses mit Mehrpunktverriegelung mindestens 2 cm tief in das Schliessblech greift. Um sich vor dem unbefugten Anfertigen von Nachschlüsseln zu schützen, empfehlen sich Schliesszylinder mit Sicherungskarte.

Zusatzschlösser (mit Sperrbügel)

Zusatzschlösser dienen dem Erhöhen der Widerstandskraft der Türen.

Querriegelschlösser

Querriegelschlösser mit dem Vorteil, Schloss- und Bandseite gleichzeitig zu sichern, gewährleisten einen besonders hohen Einbruchschutz.

Fenster und Türen mit SmartHome überwachen

1.2. Fenster und Fenstertüren

Der Einbau geprüfter, einbruchhemmender Fenster bzw. Fenstertüren bietet sich für Neu-, Um- oder Erweiterungsbauten sowie beim Austausch von Fenstern bzw. Fenstertüren an.

Zu beachten ist, dass wie bei Türen auch bei Fenstern nicht nur Rahmen und Schlösser, sondern auch Bandseiten gesichert werden müssen. Wenn Fenster nur mit Montageschaum im Mauerwerk befestigt werden, sind sie leicht herauszubrechen. Deshalb sind sie nach geprüften Vorgaben zu befestigen.

Einbruchhemmende Fensterbeschläge

Eine wirksame Einbruchhemmung erreicht man erst durch einen innen liegenden Beschlag mit mehreren Pilzkopfzapfen. Durch ihre T-Form verkrallen sich die Pilzkopfzapfen mit dem Rahmen und gewährleisten so einen hohen Schutz.

Anordnung von Sicherungen

Zusätzliche Verriegelungen sollen dafür sorgen, dass das Fenster auch bei Einbruchversuchen sicher geschlossen bleibt. Die Bandseite muss deshalb ebenso wie die Griffseite gesichert werden, da Scharniere von Fenstern ohne Zusatzschutz keine ausreichende Einbruchsicherheit bieten.

Fenstergläser, Dachflächenfenster, Terrassentüren

Das Einschlagen von Fenstern oder Glaseinsätzen in Türen wird durch einbruchhemmende Verglasungen erschwert. So realisiert man einen wirksamen Schutz gegen Täter, die nur das Glas in Reichweite von Griffen zerstören wollen. Gegen die häufigste Methode des Einbruchs, das Aufhebeln von Fenstern und Türen, helfen jedoch nur einbruchhemmende Beschläge und Schlösser in Fenstern und Fenstertüren.

Einbruchhemmende Rollläden

Einbruchhemmende Rollläden, die aus Aluminium, Stahl oder Holz hergestellt werden und sich seitlich in Führungsschienen aus Aluminium oder Stahl bewegen, bieten einen zusätzlichen Einbruchschutz.

Fenster und Türen mit SmartHome überwachen

1.3. Keller und Grundstück

Kellerfenster und Lichtschächte sind gleichwertig wie alle leicht erreichbaren Fenster zu sichern. Es ist empfehlenswert, nur von innen zu öffnende Kellerfenster zu vergittern oder von innen durch mindestens 3 mm starke Stahllochblenden zu sichern.

Kellertüren und Nebeneingangstüren

Kellertüren oder Nebeneingangstüren befinden sich oft in schwer einsehbaren Gebäudebereichen. Hier sind zusätzliche Sicherungen notwendig, meist in Form von Mehrfachverriegelungen oder Querriegelschlössern.

Schutz des Grundstücks

Frei stehende Häuser, z.B. Einfamilienhäuser oder Betriebe, sind bereits an den Grundstücksgrenzen zu sichern. Für einen potenziellen Täter bildet der Zaun bereits ein erstes Hindernis. Ausserdem können mechanische Sicherungen durch Aussenbeleuchtungen zusätzlich unterstützen werden. Gartentore sollten genauso wie Haustüren in Ein- bzw. Mehrfamilien- oder Geschäftshäusern mit Gegensprechanlagen oder Videoüberwachung ausgerüstet werden.

Aussenbeleuchtung

Auf Bewegung reagierende oder bei Bedarf manuell von innen zu schaltende Aussenbeleuchtungen haben eine abschreckende Wirkung auf Einbrecher. Zeitschaltuhren ermöglichen eine Anwesenheitssimulation durch automatische Steuerung der Aussenbeleuchtung.

Bepflanzung

Bei einer fehlenden kompletten Umzäunung des Grundstückes sollten Bepflanzungen so weit zurückgeschnitten werden, dass das Grundstück einsehbar ist.

Schockbeleuchtung mit SmartHome

1.4 Zusätzlicher Anwesenheitsschutz

Der Schutz der eigenen Person bei Anwesenheit hat neben dem mechanischen oder elektronischen Einbruchschutz und der Alarmweiterverfolgung oberste Priorität.

Auf Klingeln sollte man bei Anwesenheit immer reagieren, da es sich hierbei auch um den Versuch einer Anwesenheitskontrolle handeln könnte. Andererseits sollte man auf Klingeln prinzipiell nicht bedenkenlos die Tür öffnen.

Türspion

Eine der geläufigsten Bestandteile des Anwesenheitsschutzes ist der Türspion: ein auf Augenhöhe in Eingangstüren von Wohnungen, Häusern oder Geschäftsräumen eingelassener optischer Glaseinsatz. Er ermöglicht es, nur von innen nach aussen zu sehen und sich so bei geschlossener Eingangstür ein Bild von dem vor der Tür stehenden Besucher zu machen.

Zusatzschloss mit Sperrbügel

Zusätzliche Sicherheitsschlösser mit Sperrbügel und Hinterhaken helfen, sich bei geöffneter Tür gegen ungewolltes Eindringen zu schützen.

Sprechanlage / Videosprechanlage

Sprechanlagen / Videosprechanlagen ermöglichen in Ein- und Mehrfamilienhäusern oder Geschäftsräumen eine Kontrolle des Zugangs schon an der Haus-, Garten- oder Zweit - Eingangstür. Die Eingangstüren können dann auch über die Sprechanlage / Videosprechanlage geöffnet werden, wobei es die Videosprechanlage – ebenfalls wie der Türspion – ermöglicht, den Besucher vor der Haustür zu sehen, ohne selbst gesehen zu werden.

Zutrittskontrolle (für Geschäftsräume)

Zutrittskontrollsysteme bieten besonders für kleine und mittlere Unternehmen Vorteile. Dabei steht die Regelung des Personenverkehrs im Vordergrund. Mit einem Zutrittskontrollsystem kann bestimmten Personen für bestimmte Räume oder Gebäudeteile zu bestimmten Zeiten Zutritt gewährt werden.

RFID Zugangskontrolle mit SmartHome

2. Elektronischer Einbruchschutz

Neben mechanischen Sicherungen bilden elektronische Sicherheitssysteme den zweiten Bereich des Einbruchschutzes. Sie nehmen dem Einbrecher die Zeit, am Objekt unentdeckt aktiv zu werden. Ausserdem können Sie schnell Hilfe herbei rufen. Den Mittelpunkt des elektronischen Einbruchschutzes bilden Alarmanlagen. Hier unterscheidet man zwischen Einbruchmeldeanlagen und Gefahrenwarnanlagen, welche zusätzliche Funktionen zur Verfügung stellen.

Alarmanlagen im Detail

Einbruchmeldeanlagen (EMA) reagieren sofort auf Eindringlinge – einerseits als internes, hörbares Signal an die Bewohner und als Abschreckung des Eindringlings oder/und andererseits als stille Alarmweiterleitung an die Notrufleitstelle eines Wach- und Sicherheitsunternehmens. Der Lärm bei einem Alarm veranlasst voraussichtlich den Täter, seinen Einbruch abzubrechen. Eine stille Alarmweiterleitung an ein Wach- und Sicherheitsunternehmen hilft, den Einbrecher möglicherweise dingfest zu machen. Bei ca. 75 Prozent der Fälle, bei denen ein Einbruch durch eine Alarmanlage mit stillem Alarm signalisiert wurde, konnte der Täter von der Polizei gestellt werden.

Gefahrenwarnanlagen (GWA) dienen vorrangig zur Warnung anwesender Bewohner. Sie warnen vor Einbrüchen und können auch über den kompletten Sicherheitszustand des überwachten Bereiches informieren. So kann z.B. ein nicht abgestelltes Bügeleisen, ein noch offener Gashahn, ein geplatzter Waschmaschinen-Schlauch oder eine ausgefallene Heizung eine entsprechende Signalisierung auslösen. Auch Rauchentwicklungen, Gas- oder Wasseraustritte werden intern signalisiert und können einen Fernalarm auslösen, der u.a. auch auf Smartphones als SMS übermittelt werden kann.

SmartHome Alarmanlage

3. Überwachungskonzepte

Mit Einbruchmeldeanlagen lassen sich verschiedenste Überwachungskonzepte realisieren. Diese sollten immer individuell auf die Beschaffenheit des zu überwachenden Objektes angepasst werden.

  • Bei der Aussenhautüberwachung werden die Öffnungen in der Aussenhaut des Objektes (Fenster und Türen) überwacht.
  • Die Schwerpunktüberwachung sichert durch Bewegungsmelder die besonders kritischen Bereiche des Objektes ab.
  • Überwachung von Bereichen, die der Täter betreten muss, wenn er sich im Objekt bewegt (z.B. die Überwachung des Flurs oder von Treppen mit Bewegungsmeldern), wird als Fallenüberwachung bezeichnet.

Grundsätzlich haben sich folgende Meldertypen bewährt:

  • Zur Überwachung von Fenstern und Türen werden Öffnungsmelder verwendet (z. B. Magnet-Reed-Kontakte).
  • Zur Überwachung von Glasflächen können ausserdem passive oder aktive Glasbruchmelder und Alarmdrähte in den Glasscheiben verwendet werden.
  • Bei der Kontrolle von Räumen kommen Infrarot-Bewegungsmelder oder Dualmelder zum Einsatz. Dualmelder verfügen über jeweils zwei verschiedene Detektionsprinzipien (z.B. Infrarot/Mikrowelle oder Infrarot/Ultraschall).

Überwachung mit SmartHome

4. Smart Home

Durch die intelligente, vernetzte Wohnung der Zukunft kommt auch eine neue Dimension der Einbruchsicherheit zum Tragen. Smartphones oder Tablet-PCs erleichtern den Alltag und lassen sich auch zum Schutz von Häusern und Wohnungen vor Einbrechern verwenden. Sie ermöglichen neue Bedienmöglichkeiten von Einbruchmelde- und Gefahrenwarnanlagen und erhöhen so Sicherheit und Komfort im privaten Zuhause. So ist es möglich geworden, bei Abwesenheit jederzeit sicher zu sein, dass zu Hause alles so ist, wie es sein soll. Dank neuester Sicherheitstechnik können Haus- und Wohnungsbesitzer ihr Eigenheim auch schlüssellos betreten und verschliessen. Chipkarte, Smartphone oder auch Fingerabdrucksensor erleichtern den Alltag schon an der Haustür und ermöglichen gleichzeitig eine höhere Sicherheit.

Vernetzter Einbruchschutz, mehr Komfort und Sicherheit von unterwegs

Mit speziellen Apps ist eine Fernüberwachung und -steuerung der Einbruchmelde- und Gefahrenwarnanlagen sowie anderer Bestandteile der Haustechnik möglich. So kann beispielsweise überprüft werden, ob die Haustür verschlossen ist, Fenster geschlossen oder Rollläden heruntergelassen sind. Immer und überall können damit Änderungen vorgenommen und Befehle erteilt werden. Beispielsweise kann die Anlage aktiviert oder deaktiviert, Licht an- und ausgeschalten oder können die Rollläden nachträglich geschlossen sowie verschiedene Szenarien aktiviert oder deaktiviert werden. Es können alle wichtigen Statusinformationen der Anlage angezeigt werden. So ist leicht festzustellen, an welcher Stelle ein Einbruch- oder Brandalarm ausgelöst wurde oder ein Wasserschaden auftritt. Live-Bilder oder Live-Videos von Überwachungskameras sind über das Internet empfangbar und können so auch auf Smartphones und Tablet-PCs angeschaut werden.

Sicherheit mit SmartHome

5. Wach- und Sicherheitsdienste

Ein Alarm kann manuell durch persönliche Beobachtungen oder automatisiert durch eine Gefahrenwarnanlage ausgelöst werden. Die Weiterleitung des Alarms kann an ein Wach- und Sicherheitsunternehmen erfolgen. Dabei gibt es verschiedene Übertragungsmöglichkeiten, z.B. über das Telefon, per SMS oder über eine automatische Datenweiterleitung. Hierbei gibt es die Möglichkeit eines stillen Alarms, der nur an die Notruf - Leitstelle weitergeleitet wird und/oder eines abschreckenden Alarms mit Licht und Sirenensignal – sowohl im Inneren als auch im Aussenbereich des Hauses.

Alarmplan

Ein Alarmplan enthält die wichtigsten Informationen über das Prozedere nach Eingang des Alarms in der Notruf-Leitstelle sowie eine Anfahrt- und Objektbeschreibung.

Alarmvorprüfung

Nach Erkennen eines Alarms in der Notruf- und Service-Leitstelle wird dieser zunächst überprüft und verifiziert. Lässt sich ein Fehlalarm ausschliessen, wird durch das Sicherheitsunternehmen ein ausgebildeter Interventionsmitarbeiter zum Objekt geschickt.

Objektschutz

Einer der wichtigsten Bereiche des privaten Sicherheitsgewerbes ist der Schutz von Objekten vor Gefährdungen. Zum Einen wird die Sicherung von materiell wertvollen Gebäuden und Institutionen gewährleistet. Andererseits werden zunehmend Einrichtungen geschützt, die für ein reibungsloses Funktionieren unserer Gesellschaft und Wirtschaft wichtig sind – und das ohne deren Betrieb zu behindern.

Objektschutz mit Sicherheitsdienst

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